„Damit ein Volk frei von Kriegen sei, müssen seine Mütter den Frieden wollen und den Frieden leben“

Frauen als "Bewahrerinnen des Lebens und des Friedens"

Frauen als „Bewahrerinnen des Lebens und des Friedens“

Wiederbelebung der Frauenfriedensbewegung (1945-1953)

Auch heute gibt es für uns Mütter wieder gute Gründe für den Frieden auf die Straße zu gehen!
Wir befinden uns nicht wie die WFFB nach dem 2. Weltkrieg, sind aber aufgerufen nun für die Bewahrung des Friedens Initiative zu ergreifen.

„Nach Beendigung des Krieges widmete sich Klara Marie Faßbinder dem Wiederaufbau der Horremer Schule. Weil sie weder Mitglied der nationalsozialistischen Partei noch einer angeschlossenen Organisation gewesen war, wurde sie zur Professorin für Geschichte an der Pädagogischen Akademie in Bonn berufen. Nun – so schien es – wurde ihr aufrechter Gang gewürdigt. Im Gegensatz zu vielen anderen PädagogInnen der Nachkriegszeit vermittelte sie ihren StudentInnen auch ein Bild der jüngsten Vergangenheit. Sie erörterte mit den Studierenden, wie es zur nationalsozialistischen Herrschaft kommen konnte.

Unter dem Eindruck des sich verschärfenden Ost-West-Konfliktes und der Wiederbewaffnungspolitik der Regierung Adenauer nahm Klara Marie Faßbinder ihr friedenspolitisches Engagement wieder auf. In Artikeln und Vorträgen warnte sie vor Adenauers „Politik der Stärke“. Sie plädierte für eine Aussöhnung mit dem Osten und eine Vereinigung von West- und Ostdeutschland.

Im Unterschied zur Weimarer Zeit suchte sie jetzt gezielt den Schulterschluss mit gleichgesinnten Frauen. So war sie mitverantwortlich für den Frauenfriedenskongress 1951 in Velbert, auf dem sich die etwa 1000 Teilnehmerinnen gegen die Remilitarisierung Westdeutschlands aussprachen. Bei diesem Treffen wurde die „Westdeutsche Frauenfriedensbewegung“ (WFFB) ins Leben gerufen, die sich zum wichtigsten überparteilichen Organ des Frauenprotests gegen die Wiederbewaffnung der BRD entwickelte. In ausdrücklichem Bezug auf Bertha von Suttner versuchte die WFFB, der Stimme der Frauen als „Bewahrerinnen des Lebens und des Friedens“ öffentlich Gehör zu verschaffen. Das Postulat „Damit ein Volk frei von Kriegen sei, müssen seine Mütter den Frieden wollen und den Frieden leben“ wählte die WFFB zum ersten Leitspruch.“

Quelle: https://web.archive.org/web/20070613051406/http://www.politeia.uni-bonn.de/biographien/fassbinder/fassbinder3.html

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