Gegen die doppelte Blindheit – für den analytischen Blick

Gedanken von Bernhard Trautvetter:

blind-149749_640…Der kritische Soziologe Max Horkheimer brachte am Vorabend des zweiten Weltkrieges das System des Kapitalismus als grundlegenden Rahmen für das Aufkommen des Faschismus in seine Analyse ein: >> Als eine Reaktion auf die Krise des Kapitalismus versuche der Faschismus, den Kapitalismus mit despotischen Mitteln aufrechtzuerhalten. ‚Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen'<< (7)

Wenn Horkheimer Recht hat, dann ist das ursächliche Kernproblem weder unser Geldsystem, noch die FED, genauso wenig Finanzzentren wie das in London, auf den Kayman Islands oder in Jersey, sondern es ist das System des Kapitalismus selbst. Ökologen weisen zu recht, darauf hin, dass Kapitalismus Krebs für die Erde ist (8). Das ist schon alleine deshalb der Fall, weil er jährlich ein Mindestwachstum von circa drei Prozent braucht, um die Massenarbeitslosigkeit, die sich aufgrund der Rationalisierungswirkung des technischen Fortschritts ergibt, nicht weiter ansteigen zu lassen. Ohne Wachstum würden sich die systembedingten Krisenprozesse unabhängig von Konjunkturverläufen immer weiter verschärfen. In anderen Worten: Im begrenzten System Erde prägt derzeit ein Wirtschaftssystem das Geschehen, das auf unbegrenztes, also letztlich für die Gesellschaften, Staaten und dann in der Logik eines Bumerangs auch wieder für die Konzerne selbst selbstmörderisches Wachstum ausgerichtet ist. Der Kapitalismus funktioniert in seinen Entscheidungen betriebswirtschaftlich, wirkt aber volks- und globalwirtschaftlich.

Er wirkt auf die Erde genauso, wie ungebremster Krebs den Menschen, in dem er wächst, tötet. …

Hier geht es zum ganzen Artikel: https://kenfm.de/gegen-die-doppelte-blindheit/

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